SPD

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In einem zweiten Input-Referat äußerte der Pflegedirektor der Kliniken der Stadt Köln, Marcus Huppertz, Kritik an ebendiesem Ansatz und sah insbesondere eine gute Ausbildung im Bereich der Kinderkrankenpflege in Gefahr: „Wir brauchen zwar eine Reform der Pflegeberufe, aber nicht so wie vorgesehen. Diese Reform führt zu einer Verschlimmbesserung!“

Im Anschluss an die beiden Vorträge kamen noch Beate Eschbach, Schulleiterin einer Kölner Kranken- und Altenpflegeschule und Peter Ippolito, Pflegedirektor des Klinikum Leverkusen, zu Wort. Frau Eschbach forderte die Politik auf, an der Reform und dem generalistischen Ansatz festzuhalten: „Mir konnte noch keiner erklären, warum etwas bei der Arztausbildung möglich sein soll und im Pflegeberuf dagegen nicht. Auch die Augenärzte, Herzchirurgen und Humanmediziner beginnen ein gemeinsames Grundstudium, bevor es in die Spezialisierungen und die Facharztausbildungen geht.“ Unterstützung erhielt Frau Echbach von Peter Ippolito, der sich ebenfalls für die gemeinsame Ausbildung aussprach, aber gleichzeitig mahnte: „Diese Reform wird Geld kosten und die Politik muss auch bereit sein, dieses Geld in die Hand zu nehmen – sonst verkommt die Reform zu einem Reförmchen.“

An diese unterschiedlichen Meinungen des fachkundigen Podiums schloss sich eine intensive, sehr fachliche und kontroverse Diskussion mit dem Publikum an, in der sich viele Vertreterinnen und Vertreter aus der Fachwelt, aber auch aus der Zivilgesellschaft zu Wort meldeten.

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