Prof. Karl Lauterbach


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Bericht des Besuches von Peer Steinbrück in der Bürgerhalle in Wiesdorf


Peer Steinbrück zu Gast im Wahlkreis

Am Abend des 15. 9. konnte unser Kandidat Karl Lauterbach in der Bürgerhalle in Leverkusen-Wiesdorf niemand Geringeren als Peer Steinbrück als Gast begrüßen. Weitere Gäste waren der Leverkusener Oberbürgermeister Ernst Küchler sowie die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Leverkusen, Eva Lux.

In seiner einführenden Rede bezeichnete Lauterbach seinen bisher geführten Wahlkampf als „hart, fair und erstklassig“. Peer Steinbrück sei für ihn ein Vorbild, weil er „klar sagt, was geht und nicht geht, und denkt, wenn er spricht“. Die SPD müsse sich derzeit zwischen den radikalen Polen von Linkspartei und Unionsparteien positionieren, dies gelinge ihr durch konkrete Vorschläge, wie die Sozialsysteme gerecht reformiert werden können.

Peer Steinbrück verwies in seiner Ansprache darauf, daß der Wahlkampf derzeit von einer extremen Spannung geprägt sei. „Nachdem die Union ihren Sieg vor einigen Wochen schon selbst ausgerufen hat, sieht die Sache nun schon wieder ganz anders aus“, erklärte Steinbrück den zahlreich anwesenden Zuhörern. Die Verunsicherung der CDU erkenne man nicht zuletzt daran, daß plötzlich wieder Friedrich Merz aus dem Hut gezaubert werde, und der angebliche „Hoffnungsträger“ Kirchhof demontiert werde. Der Selbstzerfleischung der Union stehe ein fulminanter Wahlkampf Gerhard Schröders und der SPD gegenüber. „Dieser Wahlkampf muß so selbstbewußt bis zur allerletzten Minute geführt werden“, schwor Steinbrück die Anwesenden ein.

Anschließend befaßte sich Steinbrück mit der Frage, warum man denn jetzt eigentlich die SPD wählen solle. Was wurde eigentlich alles in den letzten sieben Jahren geleistet? Als wichtigste Errungenschaften führte er die rot-grüne Steuerreform (hier wurde der Steuersatz für die niedrigeren Einkommen von 25,9% auf 15% gesenkt), die Nichtteilnahme am Irakkrieg, die Stabilisierung der Lohnnebenkosten (am Ende der Kohl-Ära lag der Rentenbeitrag bei 20,3%, jetzt bei 19,5%), die BAföG-Erhöhung, die Steigerung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die steuerliche Förderung der Eigenvorsorge bei der Rente, die Förderung alternativer Energien, die Erhöhung der Familienförderung um 35% und das liberale Frauenbild der SPD an.

Nach einer jahrelangen, gescheiterten Arbeitsmarktpolitik ist Hartz IV der richtige Ansatz, weil nun jeder wieder die Chance auf eine Vermittlung bei der Agentur für Arbeit besitze.

Die Wahl am 18. September sei eine Richtungswahl, erinnerte Steinbrück. Entschieden werde zwischen einer zukunftssicheren Sozialpolitik der SPD und dem sozialen Kahlschlag der Union. „Wir betreiben notwendige Modernisierungen, ohne die Gesellschaft zu destabilisieren, die Gerechtigkeit wird aufrechterhalten“, machte Steinbrück als wichtigste Handlungsantriebe für die SPD fest.

Für die Probleme, die derzeit anstehen, benötige man Experten, Experten, die wissen, wie eben diese Probleme gelöst werden können. „Professor Karl Lauterbach ist derzeit der richtige Mann am richtigen Platz!“, schloß Peer Steinbrück. Mit Persönlichkeiten wie ihm sei die SPD für alle zukünftigen Herausforderungen gewappnet, so Peer Steinbrück unter starkem Applaus der Anwesenden.

Oliver Minich