Herzlich Willkommen


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Schwarz-Gelb plant den Totalumbau der Kranken- und Pflegeversicherung. Im Koalitionsvertrag steht zwar noch nicht viel Konkretes, Entscheidungen wurden vertagt und in Kommissionen verschoben. Vor den Wahlen in NRW wird vernebelt. So heißt es, bis Ende 2010 soll erst mal alles so bleiben, wie es ist. Aber die Verunsicherung wächst. Denn die Richtung ist klar: Die solidarische und gerechte Finanzierung der Risiken Krankheit und Pflegebedürftigkeit im Alter soll aufgekündigt werden. Galt bisher, dass Starke für Schwache, Junge für Alte und Gesunde für Kranke einstehen, steht nun eine massive Entsolidarisierung bevor. Kostensteigerungen für gesetzlich Versicherte und Einschnitte in die Leistungen werden kommen. Darüber können auch die Beteuerungen von Schwarz-Gelb nicht hinweg täuschen, dass sie ein gerecht finanziertes Gesundheitssystem erhalten wollen.

 

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Aktuelles

Redebeitrag von Dr. Karl Lauterbach (SPD) am 29.01.2010 um 14:11 Uhr (20. Sitzung, TOP ZP 2)

Es ist ein Arbeitgeber-Entlastungsprogramm, Interview im Deutschlandfunk am 26.01.10

 

Redebeitrag von Dr. Karl Lauterbach (SPD) am 21.01.2010 um 17:47 Uhr (16. Sitzung, TOP 2)


 

Bundestagsrede vom 17.12.09, 21:45 Uhr


Die Kopfpauschale - ein Milliardengrab, Süddeutsche Zeitung, 17.11.09

 

 

Neues Amt

In der Fraktionssitzung am 24.11.2009 wurde Karl Lauterbach zum Sprecher der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion gewählt. http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_rubrik/0,,3267,00.html

 

Unter der Lupe

„Wort gehalten“ plakatiert die FDP großflächig

...  nach hundert Tagen als Partner in der schwarz-gelben Regierung. Das ist ebenso großkotzig wie unverfroren.

Tatsächlich hat die Partei die Union bei den Koalitionsverhandlungen offensichtlich über den Tisch gezogen und allerlei Wohltaten für ihre Klientel durchgesetzt. Von Apothekern über Steuerberater und reiche Erben, von den Privaten Krankenkassen und der Pharmaindustrie bis zuletzt zu den Hoteliers – alle konnten und können sich auf die besondere Fürsorge der Liberalen verlassen.

Liberales Sparbuch

Andere vollmundige Versprechungen der FDP sind dagegen offensichtlich klammheimlich von der liberalen Tagesordnung verschwunden. „Wir werden mutig sparen und Subventionen abbauen“, liest man noch im Koalitionsvertrag. Aber schon bei den Hotelbesitzern haben die Liberalen exakt das Gegenteil durchgesetzt. Ansonsten weigert sich die Partei hartnäckig zu erklären, wie sie die von ihr weiterhin gebetsmühlenartig geforderten Steuersenkungen gegenfinanzieren will. Bis zu den Landtagswahlen in NRW am 9. Mai dürfte sich daran nichts ändern. Dabei hatte die FDP-Bundestagsfraktion, als sie noch auf den Oppositionsbänken saß, schon seit 2004 alljährlich konkrete Anträge für Kürzungen im Haushalt eingebracht. Das „Liberale Sparbuch“, das der damalige Fraktionsvorsitzende Guido Westerwelle medienwirksam in die Kameras zu halten pflegte, umfasste Einsparvorschläge im Volumen von jeweils mehr als 10 Milliarden Euro.

Nachgehakt

Akribisch war die FDP-Fraktion den Etat jedes einzelnen Ministeriums durchgegangen und hatte insgesamt über 400 Sparvorschläge präsentiert. Jetzt stellt die Partei in der schwarz-gelben Regierung vier Minister, einige Zeitungen und Fernsehmagazine wie „Frontal21“ vom ZDF oder das ARD-Magazin „Panorama“ haben einmal nachgeprüft, was aus den Vorschlägen des „liberalen Sparbuchs“ geworden ist: So wollte die Partei etwa vor der Wahl das Entwicklungshilfeministerium BMZ komplett abschaffen. Die notwendig verbleibenden Aufgaben aus diesem Ministerium wollte sie anderen Ressorts zuschlagen. Nach der Wahl will indes FDP-Generalsekretär Dirk Niebel, Westerwelles Mann fürs Grobe, mit einem Ministerposten bedacht werden und landet im BMZ. Das wird nun natürlich nicht abgeschafft, sondern als Versorgungsstelle für verdiente Vertraute des FDP-Vorsitzenden und seines Generalsekretärs genutzt.

Vor der Wahl und nach der Wahl

Folgerichtig fordert der neue FDP-Minister statt der im „Sparbuch“ vorgeschlagenen Kürzungen von 430 Millionen Euro für sein Ressort eine Erhöhung der Ausgaben um 67 Millionen Euro. Den raschen Gesinnungswandel erklärt er „Frontal21“ gönnerhaft: „Nun, man sozialisiert sich durch seine Aufgaben, und wir machen es einfach besser als die Vorgängerregierung und deswegen ist das Geld auch besser angelegt.“ Ähnlich flott hat man einen anderen Vorschlag aus dem „Sparbuch“ beiseite gelegt: Jedes Ministerium sollte einen Staatssekretär einsparen. Das sieht die neue Staatssekretärin im Entwicklungshilfeministerium Gudrun Kopp (FDP) gegenüber „Panorama“ heute natürlich ganz anders: „Ich sage sehr selbstbewusst: Ich bin mein Geld wert. Das heißt, ich setze voll auf Leistung.“ Auf den Einwand, vor der Wahl sei aber etwas anderes versprochen worden, kommt der lässige Hinweis: „Ach wissen Sie … vor der Wahl und nach der Wahl …“.

http://www.vorwaerts.de/blogs/sparen-mit-westerwelle

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